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Hunde vs. Katzen – Häufige Fragen zu Unterschieden, Gemeinsamkeiten und dem Zusammenleben

Viele Tierfreunde lieben sowohl Hunde als auch Katzen – doch beide Haustierarten unterscheiden sich in mancher Hinsicht deutlich. In diesem Artikel beantworten wir häufig gestellte Fragen, die Hund und Katze gemeinsam betreffen: von der Wahl des passenden Haustiers über Unterschiede in Verhalten und Pflege bis hin zum Zusammenleben von Hund und Katze unter einem Dach.

Hund oder Katze – welches Haustier passt besser zu mir?

Diese Frage stellen sich viele, die ein Haustier möchten: Soll es ein Hund oder eine Katze sein? Die Antwort hängt stark von deinem Lebensstil, deiner Zeit und deinen Vorlieben ab. Hunde und Katzen unterscheiden sich nämlich in Haltung und Bedürfnissen deutlich. Ein paar Punkte zum Vergleich:

  • Zeitaufwand & Betreuung: Hunde brauchen wesentlich mehr Zeit von dir. Als Rudeltiere sind sie sehr auf ihre Menschen fixiert und brauchen viel soziale Zuwendung, tägliche Spaziergänge, Training und Beschäftigung. Einen Hund zu halten ist vergleichbar mit der Verantwortung für ein kleines Kind, man kann ihn nicht lange alleine lassen und muss seinen Tagesablauf darauf einstellen. Katzen hingegen sind unabhängiger. Sie können sich gut allein beschäftigen und schlafen viel, sodass sie ein paar Stunden Alleinsein meist verkraften. Für Berufstätige in Vollzeit sind Katzen oft einfacher zu handhaben als Hunde (wobei auch Katzen nicht gerne den ganzen Tag allein sind).
  • Platz & Umgebung: Hunde brauchen Auslauf. Wohnst du städtisch ohne Garten, musst du bereit sein, bei Wind und Wetter Gassi zu gehen. Große Hunde brauchen entsprechend mehr Platz und Bewegung als kleine. Katzen kann man in der Wohnung halten (mit gesichertem Balkon vielleicht) – das geht auch in kleineren Wohnungen, solange genug Kletter- und Spielmöglichkeiten da sind. Freigänger-Katzen benötigen eine geeignete Umgebung (verkehrsberuhigt, sichere Nachbarschaft).
  • Erziehung & Training: Hunde lassen sich erziehen und trainieren, sie wollen gefallen und Aufgaben erfüllen. Das macht Spaß, erfordert aber auch Konsequenz und Zeit (Stichwort Hundeschule, Kommandos üben). Katzen sind nicht wirklich erziehbar im klassischen Sinne – sie sind zwar intelligent, aber eher eigenwillig. Man kann Katzen gewisse Regeln beibringen (z.B. nicht auf den Tisch springen, Kratzbaum benutzen) und sogar Tricks mit Clickertraining, aber es geht nicht so „geordnet“ vonstatten wie bei Hunden.
  • Anhänglichkeit & Charakter: Über den Charakter gibt es Klischees: Hunde sind treu, anhänglich, immer glücklich an deiner Seite; Katzen seien eigen, launisch und nur auf sich bedacht. So pauschal stimmt das natürlich nicht immer. Hunde sind jedoch meist offensichtlich verschmust und sozial, viele folgen ihrem Menschen auf Schritt und Tritt. Katzen zeigen Zuneigung subtiler – sie kommen von sich aus zum Kuscheln, wenn sie möchten, können aber auch daneben liegen und ihre Ruhe wollen. Wenn du ein Haustier suchst, das dich überallhin begleitet und ständig die Nähe sucht, ist ein Hund eher passend. Wenn du ein unabhängigeres Tier möchtest, das auch mal alleine klar kommt, ist eine Katze geeigneter.
  • Kosten & Aufwand: Hunde sind in der Regel teurer (Steuer, Versicherung, mehr Futter, Hundeschule etc.) – dazu unten mehr. Auch die Urlaubsplanung ist mit Hund aufwändiger (Hund mitnehmen oder Betreuung suchen), während Katzen bei Abwesenheit zuhause von einem Catsitter versorgt werden können.
  • Allergien: Falls Tierhaarallergie ein Thema ist – es gibt sowohl bei Hunden als auch Katzen Rassen, die als hypoallergen gelten (z.B. Pudel oder Sphynxkatzen), aber das ist individuell.

Überlege ehrlich, wieviel Zeit und Energie du hast. Bist du gerne draußen aktiv, möchtest einen Begleiter für Spaziergänge oder Sport und hast Freude an Training, dann passt ein Hund zu dir. Bist du oft außer Haus, schätzt deine Unabhängigkeit und suchst eher ein ruhiges Schmusetier für daheim – dann eher eine Katze. Natürlich gibt es Mischtypen: Auch Katzen können verschmust und zutraulich sein, auch Hunde können mal alleine entspannen. Aber tendenziell erfordert ein Hund mehr Commitment im Alltag. Im Zweifel: Sprich mit Hunde und Katzenhaltern im Bekanntenkreis, vielleicht kannst du Probe-Gassi gehen oder auf eine Katze aufpassen, um ein Gefühl zu bekommen. Wichtig: Die Entscheidung sollte gut überlegt sein, denn ob Hund oder Katze, es ist eine jahrelange Verantwortung für ein Lebewesen.

Wer braucht mehr Pflege – ein Hund oder eine Katze?

In Sachen Pflegeaufwand sind Hunde und Katzen unterschiedlich:

  • Körperpflege: Katzen sind von Natur aus sehr reinlich. Sie putzen sich täglich ausgiebig selbst und benötigen nur wenig Unterstützung vom Halter. Ab und zu Bürsten (vor allem bei Langhaarkatzen) reicht meist. Baden muss man Katzen praktisch nie (sie hassen Wasser und erledigen Fellreinigung selbst). Hunde dagegen brauchen regelmäßige Fellpflege durch den Besitzer, je nach Rasse täglich bis wöchentliches Bürsten, und viele Hunde müssen ab und an gebadet werden (siehe oben). Auch Krallen schneiden oder Ohren reinigen fällt bei einigen Hunden regelmäßig an, während Katzen diese Dinge meist alleine regulieren (Krallen nutzen sich am Kratzbaum ab).
  • Stubenreinheit: Katzen sind instinktiv stubenrein, sobald man ihnen ein Katzenklo bietet, benutzen sie es. Hundewelpen dagegen müssen erst stubenrein erzogen werden, was viel Geduld und nächtliches Aufstehen in den ersten Wochen bedeuten kann.
  • Fütterung: Beide füttert man in der Regel 2–3 Mal täglich. Allerdings fressen Hunde oft alles gierig runter, während Katzen mäkeliger sein können – man probiert evtl. verschiedene Futtersorten, bis Prinzessin zufrieden ist. Das ist aber eher eine Charakterfrage als Pflegeaufwand.
  • Gesundheitsvorsorge: Beide brauchen Impfungen und Vorsorge. Bei Katzen (wenn Freigänger) kommt noch Parasitenprophylaxe (Zecken, Würmer) dazu, bei Hunden ebenso. Hundehalter müssen zusätzlich eine Hundesteuer zahlen und oft eine Haftpflichtversicherung abschließen – organisatorischer Aufwand, der bei Katzen entfällt.
  • Sauberkeit im Haus: Hunde bringen von draußen Dreck mit (Schlamm, nasse Pfoten), man muss sie abwischen – Katzen putzen das meiste selbst weg, allerdings können Wohnungskatzen Streu aus dem Klo verteilen, das dann weggefegt werden muss. Hunde sabbern je nach Rasse oder verlieren beim Trinken Wasser, Katzen sind da eleganter. Langhaarkatzen haaren allerdings auch stark, genauso wie viele Hunderassen Haaren. Insgesamt dürfte der Reinigungsaufwand (Haare, Schmutz) bei einem großen Hund stärker auffallen als bei einer kleinen Katze.

Zusammengefasst: Hunde machen mehr „Arbeit“ in Pflege und Haltung, vom täglichen Gassi bis zur Fellpflege – während Katzen etwas selbstständiger sind und weniger direkte Pflege durch den Menschen benötigen. Dafür verlangen Katzen ihre Katzentoilette immer sauber, was tägliches Säubern bedeutet. Beide Arten sollte man natürlich aufmerksam beobachten und zum Tierarzt bringen, wenn etwas auffällt, dieser Verantwortungsbereich ist gleich. Überlege, was dir liegt: Wenn du gerne nach draußen gehst und es dir nichts ausmacht, täglich fix gebundene Zeiten für Spaziergänge einzuplanen, ist der Pflegeaufwand Hund machbar. Bist du eher flexibel in deinem Rhythmus und möchtest nicht bei Regen Gassi gehen müssen, ist eine Katze pflegeleichter. Kein Haustier ist aber „wartungsfrei“ – Liebe, Zeit und Geld investieren musst du bei beiden.

Können Hunde und Katzen zusammenleben? Vertragen die sich nicht?

Das alte Sprichwort „wie Hund und Katz’“ suggeriert ja Zwietracht, aber tatsächlich können Hunde und Katzen friedlich zusammenleben – ja, oft werden sie sogar beste Freunde. Viele Haushalte in Deutschland beherbergen erfolgreich beide Tierarten. Wichtig zu wissen: Hund und Katze haben unterschiedliche Körpersprachen und Instinkte. Hunde sind Rudeltiere und meist interessiert daran, mit der Katze zu spielen oder sie als Sozialpartner anzuerkennen. Katzen hingegen sind anfangs oft skeptisch oder ängstlich, weil Hunde für sie unberechenbar wirken (ein fixierender Blick oder auf sie zustürmen – was für den Hund Spielaufforderung ist – empfindet die Katze als Bedrohung). Dennoch ist eine harmonische Beziehung möglich, wenn man einige Regeln beachtet. Wichtig ist die richtige Einführung (siehe nächste Frage) und dass beide Tiere positive Erfahrungen miteinander verbinden. Generell gilt: Je jünger die Tiere beim ersten Kontakt, desto leichter gewöhnen sie sich aneinander. Ein Katzenwelpe, der mit einem freundlichen Hund aufwächst, wird Hunde als Freunde betrachten – und umgekehrt. Aber auch erwachsene Tiere lassen sich oft noch vergesellschaften, wenn man Geduld hat. Entscheidend ist auch der Charakter: Ein sehr jagdtriebiger Hund, der draußen jeder Katze nachjagt, ist schwerer zu vergesellschaften. Ebenso eine sehr ängstliche oder aggressive Katze wird einen stürmischen Hund nicht mögen. Im besten Fall sind beide eher gelassen. Es gibt aber durchaus Fälle, wo Hund und Katze nie warm werden – das muss man realistisch sehen und dann zuhause die Bereiche trennen. In der Mehrzahl der Fälle jedoch klappt es mit etwas Zeit: Hunde und Katzen können lernen, die „Sprache“ des anderen zu verstehen (der Hund lernt, ein Fauchen zu respektieren; die Katze versteht, dass der wedelnde Schwanz Freude bedeutet). Viele spielen miteinander, kuscheln oder jagen sich freundschaftlich durch die Wohnung. Selbst wenn sie nicht die dicksten Kumpel werden, arrangieren sie sich meist und respektieren einander. Unbeaufsichtigtes Zusammenlassen sollte man aber erst, wenn man sicher ist, dass nichts passiert – z.B. wenn schon mehrfach nichts vorgefallen ist. Ein häufiger Trick: Anfangs dem Hund eine Hausleine oder zumindest ein gut sitzendes Geschirr dranlassen, damit man eingreifen kann, falls er der Katze zu wild nachgeht. Fazit: Ja, Hunde und Katzen können sehr gut zusammenleben, wenn man es richtig anstellt. Voraussetzung ist immer, dass beide ausreichend eigenen Rückzugsraum und Aufmerksamkeit vom Halter bekommen, damit keine Eifersucht entsteht. Dann steht einer interspezifischen Freundschaft nichts im Wege.

Wie gewöhne ich einen Hund und eine Katze aneinander?

Die Zusammenführung von Hund und Katze sollte behutsam und mit positiver Verstärkung erfolgen. Hier ein möglicher Ablauf in Schritten:

  1. Vorbereitung: Bevor die Tiere aufeinandertreffen, richte für die Katze sichere Rückzugsorte ein – z.B. ein Zimmer, zu dem der Hund keinen Zugang hat, oder hohe Klettermöglichkeiten (Regale, Kratzbäume), wohin der Hund nicht folgen kann. Sorge dafür, dass der Hund grundlegenden Gehorsam kennt (Kommandos wie „Sitz“, „Bleib“) und an der Leine kontrollierbar ist, falls nötig.
  2. Geruchsaustausch: Lass Hund und Katze sich zunächst über Geruch kennenlernen. Streichele den Hund und dann die Katze (und umgekehrt), tausche eventuell Decken oder lieblings Spielzeuge zwischen ihnen aus. So gewöhnen sie sich an den jeweils fremden Geruch, ohne sich direkt zu begegnen.
  3. Erstes Aufeinandertreffen auf Distanz: Führe die Tiere z.B. durch eine Tür mit Gitter/Spalt oder ein Kindergitter zusammen. Oder halte den Hund an der Leine und lass die Katze aus eigenem Antrieb ins Zimmer kommen. Achte darauf, ruhig zu bleiben – die Tiere spüren deine Anspannung. Wenn der Hund ruhig bleibt und die Katze neugierig guckt, lob den Hund sanft. Füttere beide mit Leckerli mit Abstand, damit sie die Nähe des anderen mit etwas Positivem verbinden.
  4. Kontrollierte Begegnung: Wenn beide relativ entspannt wirken, kannst du eine direkte Begegnung unter Aufsicht versuchen. Der Hund sollte müdegespielt sein, damit er nicht zu stürmisch reagiert. Halte ihn an der Leine als Sicherheitsmaßnahme. Die Katze sollte von sich aus kommen können – bedränge sie nicht. Meist wird die Katze den Hund erst einmal anfauchen oder einen Buckel machen, der Hund könnte aufgeregt schnüffeln wollen. Lass sie sich beschnuppern, aber verhindere, dass der Hund hinter der Katze herrennt, falls sie wegläuft (daher Leine). Bleib ruhig und lobe ruhiges Verhalten.
  5. Zeit und Wiederholung: Es kann Tage bis Wochen dauern, bis Hund und Katze sich aneinander gewöhnen. Mache täglich kurze kontrollierte Begegnungen. Achte darauf, weder Hund noch Katze zu bevorzugen – gib beiden weiterhin einzeln Aufmerksamkeit, damit keine Eifersucht entsteht. Füttere sie getrennt, damit es keinen Futterneid gibt. Nach und nach werden sie weniger Interesse aneinander zeigen oder gar beginnen, freundliche Interaktionen zu haben.
  6. Freies Zusammenlassen: Erst wenn mehrere Treffen hintereinander konfliktfrei verliefen, der Hund die Katze nicht mehr verbissen jagt und die Katze entspannt im selben Raum bleibt, kannst du überlegen, die Tiere frei zusammenzulassen. Anfangs nur unter Aufsicht! Biete immer Fluchtmöglichkeiten für die Katze. Falls es doch mal zu einer Jagd kommt, unterbrich ruhig (z.B. den Hund mit Stimme zurückrufen oder kurz anleinen). Schimpfe aber nicht stark, sonst verknüpft er die Anwesenheit der Katze mit Negativem. Lieber ablenken und dann erwünschtes Verhalten belohnen.

Geduld ist wirklich der Schlüssel. Selbst wenn es anfangs faucht und bellt, heißt das nicht, dass es nicht klappt. Viele Tiere brauchen schlicht Zeit, um ihren Rang und Umgang zu klären. Wichtig: Zwinge nichts. Wenn die Katze Monate braucht, ist das eben so. Und respektiere, wenn es gar nicht harmoniert, das kommt selten vor, aber dann müssen Hund und Katze dauerhaft getrennte Bereiche haben oder man findet einen anderen Platz für eines der Tiere, was natürlich der letzte Ausweg sein sollte. In den allermeisten Fällen aber werden mit Liebe und Geduld aus anfänglichen Rivalen tolerante Mitbewohner und manchmal sogar richtig innige Freunde.

Wer ist intelligenter – Hunde oder Katzen?

Der Wettstreit „Hund vs. Katze: Wer ist schlauer?“ beschäftigt Tierfreunde schon lange. Wissenschaftlich ist Intelligenz schwer messbar, denn Hunde und Katzen haben unterschiedliche Fähigkeiten. Allerdings gibt es Studien, die die Gehirne verglichen haben: Demnach besitzen Hunde rund 530 Millionen Neuronen in der Großhirnrinde, während Katzen etwa 250 Millionen haben. Mehr Neuronen könnten auf eine höhere kognitive Leistungsfähigkeit hinweisen, in diesem Punkt hätten Hunde also einen Vorsprung. Auch in Versuchen schneiden Hunde oft gut ab: Sie können viele Wörter und Kommandos lernen (ein Border Collie namens Rico konnte über 200 Begriffe unterscheiden), sie verstehen menschliche Gesten und zeigen soziale Intelligenz (z.B. folgen sie unserem Fingerzeig). Hunde wurden über Jahrtausende darauf selektiert, mit Menschen zu kooperieren, das macht sie in „menschlichen“ Tests oft erfolgreicher. Katzen hingegen sind unabhängiger, was es schwieriger macht, ihre Intelligenz zu testen, sie haben schlicht oft keine Lust, an Studien teilzunehmen. Dennoch: Katzen zeigen in anderen Bereichen Cleverness. Sie besitzen ein ausgezeichnetes Erinnerungsvermögen und können Probleme lösen, etwa Türen öffnen oder komplexe Maschinen (Futterspender) bedienen, wenn Motivation (Futter) dahinter steht. Studien zeigten, dass Katzen durchaus Lernen durch Beobachten beherrschen (sie können Handlungen von Menschen nachahmen) und Objektpermanenz verstehen (sie wissen, dass ein verstecktes Objekt weiter existiert). Kurzum, beide Tierarten sind intelligent, aber auf ihre Weise. Hunde sind sozial intelligenter im Umgang mit uns, was wir oft als „schlauer“ wahrnehmen. Katzen sind Meister der Eigenständigkeit und vielleicht im Jagen und Tricksen cleverer. Letztlich hängt Intelligenz auch vom Individuum ab – es gibt sehr schlaue Hunde und etwas weniger helle, ebenso bei Katzen. Anstatt zu fragen, wer klüger ist (das ewige Ranking werden Hundeliebhaber und Katzenfans eh nie einvernehmlich klären), kann man sich freuen, wie anpassungsfähig und lernfähig beide sind. Denn sowohl Hund als auch Katze können beeindruckende Dinge lernen und uns täglich überraschen – manchmal überlisten sie uns sogar!

Wer kostet mehr – die Haltung eines Hundes oder einer Katze?

Die Kosten sind ein praktischer Aspekt, den man bedenken sollte. Hunde sind im Durchschnitt teurer in der Haltung als Katzen. Laut Statistik liegen die monatlichen Unterhaltskosten für einen Hund im Schnitt bei etwa 100–120 € (je nach Größe auch mehr), während die einer Katze eher um 50–60 € liegen. Pro Jahr kann man grob sagen: eine Katze ca. 1100 €, ein Hund ca. 1500 €. Warum dieser Unterschied?

  • Futter: Große Hunde fressen deutlich mehr als eine 4-5 kg Katze. Selbst kleine Hunde brauchen in der Regel mehr Futtermenge als Katzen, weil sie aktiver sind und schwerer. Qualitativ gutes Hundefutter für einen 20-30kg Hund kann 50–100 € im Monat kosten, Katzennahrung für eine 5kg Katze eher 20–40 €.
  • Tierarzt: Beide brauchen Impfungen und Vorsorge. Bei Katzen fallen evtl. Kosten für Kastration (~100€) an, bei Hunden ebenso (kann aber bei großen Hündinnen teurer sein). Hunde sind öfter draußen, wodurch auch Verletzungen (z.B. Schnittwunden an Pfoten) oder Parasitenbehandlungen anfallen können. Tendenziell sind aber beide gleich anfällig, hier kommt es mehr aufs Individuum an. Jedoch Medikamente gehen oft nach Gewicht – ein Hund braucht höhere Dosen, also mehr Kosten. Eine Narkose z.B. ist bei einem 30kg Hund teurer als bei einer 4kg Katze.
  • Steuern & Versicherungen: Für Hunde wird in Deutschland Hundesteuer fällig (je nach Gemeinde ~€50 bis €150 pro Jahr, oft höher für Listenhunde). Katzen haben keine Steuer. Viele Hundehalter schließen eine Hundehaftpflicht (~€50-100/Jahr) ab, in manchen Bundesländern ist sie Pflicht. Für Katzen optional eine Versicherung, aber üblich ist das nicht.
  • Ausstattung: Erstausstattung ist bei Hunden teurer – ein guter Hundekorb, Leine, Geschirr, Näpfe, evtl. Transportbox fürs Auto, Spielzeug etc. können einige hundert Euro kosten. Bei Katzen braucht man Katzenklo, Kratzbaum, Näpfe, eventuell Transportkorb – auch nicht billig, aber meist etwas geringer.
  • Laufende Anschaffungen: Bei Katzen regelmäßig Streu (~€10-15/Monat). Bei Hunden ggf. Hundeschule (in den ersten Jahren), Spielzeug, Kauknochen etc. Beides nicht immens, aber summiert sich.
  • Urlaub/Beruf: Für Hunde zahlt man evtl. Pensionskosten oder Hundesitter, wenn man verreist oder lange arbeitet. Katzensitter sind meist günstiger (einmal am Tag Füttern vs. Hund Gassi-Service).

In der Summe kommt ein mittelgroßer Hund auf rund 15.000–20.000 € Kosten über 12 Jahre, eine Katze auf etwa 12.000–17.000 € über 15 Jahre (jeweils natürlich Durchschnittswerte, die individuell schwanken können). Fazit: Wenn Geld ein wichtiger Faktor ist, ist die Katze im Unterhalt günstiger. Aber Achtung: Tierarztkosten können bei beiden explodieren, wenn ein ernster Krankheitsfall eintritt (z.B. OP für mehrere tausend Euro). Daher immer Puffer einplanen oder versichern. Lass dich von Kosten nicht abschrecken, aber plane sie realistisch ein, ein Haustier ist eine langfristige finanzielle Verpflichtung.

Wer lebt länger – Hund oder Katze?

Katzen haben in der Regel die Nase vorn, was die Lebenserwartung angeht. Eine durchschnittliche Hauskatze wird um die 15 Jahre alt, viele schaffen 18–20 Jahre. Hunde hingegen werden je nach Rasse im Schnitt etwa 10–13 Jahre alt. Es gibt natürlich Ausnahmen: Kleine Hunderassen (z.B. Chihuahua, Dackel) werden oft 15–16 Jahre alt, während manche kurzlebige Katzenrassen oder Freigänger vielleicht nur 8–12 Jahre erreichen. Aber generell sagt man: Katzen leben länger als Hunde. Das sollte man bei der Wahl bedenken – eine Katze ist eher eine 15- bis 20-Jahre-Anschaffung, ein Hund meistens etwas kürzerer Begleiter (große Rassen wie Doggen oft nur 8–10 Jahre). Warum der Unterschied? Ein Grund ist die Größe: Im Tierreich werden kleinere Arten häufig älter als große (Ausnahmen bestätigen die Regel). Große Hunde altern schneller – ihr Körper verschleißt eher. Zudem sind viele Hunderassen überzüchtet und anfällig für Krankheiten, was die Lebensdauer verkürzt. Katzen, vor allem Hauskatzen-Mischlinge, sind genetisch robuster und haben als Einzelgänger in der Natur keine so riskanten Aufgaben übernommen wie ein Hund im Dienst des Menschen. Für dich als zukünftiger Halter heißt das: Bist du bereit für möglicherweise zwei Jahrzehnte mit deinem Tier? Bei der Katze ist das eher die Zeitspanne. Beim Hund musst du dich etwas früher auf den Abschied einstellen – allerdings erfordert ein alternder Hund (ab ~10 Jahren) auch mehr Pflege, was du einplanen solltest, genau wie bei der Senior-Katze ab ~15.

Unterm Strich: Die Entscheidung Hund vs. Katze sollte nicht vorrangig von der Lebensdauer abhängen, aber es ist gut zu wissen, dass Katzen statistisch länger Teil deines Lebens sein werden. Manche lieben gerade die kurze, intensive Phase mit mehreren Hunden nacheinander, andere schätzen das lange Zusammenleben mit einer langlebigen Katze. Am Ende ist jedes Tier ein Individuum – und man sollte jeden gemeinsamen Tag genießen, ob es am Ende 10 oder 20 Jahre sind.

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