Hunde gehören zu den beliebtesten Haustieren in Deutschland. Ob erfahrener Hundebesitzer oder Neuling, im Alltag mit Hund tauchen immer wieder Fragen auf. Im Folgenden beantworten wir die häufigsten Fragen rund um Hundepflege, Gesundheit und Verhalten. Diese Antworten helfen dir, deinen vierbeinigen Freund besser zu verstehen und optimal zu betreuen.

Die Lebenserwartung eines Hundes hängt von Faktoren wie Rasse, Größe und Gesundheit ab. Durchschnittlich werden Hunde etwa 10 bis 13 Jahre alt, kleine Rassen leben tendenziell länger als große. Einige Hunde erreichen sogar ein Alter von 15 Jahren oder mehr. Entscheidend für ein langes Hundeleben sind neben den genetischen Anlagen vor allem gute Pflege, artgerechte Ernährung und medizinische Vorsorge. Durch ausgewogene Kost, ausreichend Bewegung und regelmäßige Tierarztbesuche kann die Lebensqualität verbessert und oft auch die Lebensdauer verlängert werden. Beachte jedoch, dass jeder Hund ein Individuum ist, es gibt also keine Garantie, aber du kannst viel tun, um deinem Hund ein gesundes und langes Leben zu ermöglichen.

Hunde schlafen und dösen überraschend viel. Erwachsene Hunde benötigen im Schnitt etwa 12 bis 18 Stunden Schlaf pro Tag, je nach Alter, Rasse und Aktivitätslevel. Welpen und Senioren brauchen sogar bis zu 20 Stunden Ruhe täglich, da ihr Körper besonders viel Erholung zur Entwicklung bzw. Regeneration benötigt. Dieses Schlafbedürfnis umfasst sowohl den Nachtschlaf als auch viele Nickerchen am Tag. Wichtig ist ein ruhiger Rückzugsort, an dem dein Hund ungestört schlafen kann. Achte darauf, dass dein Hund tagsüber genügend Ruhephasen hat und nicht ständig gestört wird. Genug Schlaf ist nämlich kein Luxus, sondern grundlegend für Gesundheit, Stressabbau und ein ausgeglichenes Wesen deines Hundes. Wenn dein Hund deutlich mehr oder weniger schläft als gewöhnlich und dabei apathisch wirkt oder andere Symptome zeigt, könnte ein Gesundheitsproblem vorliegen, in diesem Fall ziehe einen Tierarzt zurate.
Einige Lebensmittel, die für uns harmlos sind, können für Hunde hochgefährlich sein. Zu den Nahrungsmitteln, die Hunde unbedingt meiden sollten, gehören beispielsweise:
Um die Gesundheit deines Hundes zu schützen, gib ihm am besten nur Hundefutter oder geeignete Hundesnacks. Lasse keine gefährlichen Lebensmittel herumliegen, an die dein Hund gelangen könnte. Wenn dein Hund versehentlich etwas Giftiges gefressen hat, wende dich sofort an einen Tierarzt.
Erwachsene Hunde kommen in der Regel mit zwei Mahlzeiten am Tag gut zurecht, meist eine Fütterung morgens und eine abends im Abstand von ungefähr 8–12 Stunden. Die Aufteilung in zwei kleinere Portionen ist für viele Hunde besser verträglich als eine einzige große Mahlzeit. Sehr kleine Rassen oder Hunde mit empfindlichem Magen profitieren manchmal von drei kleineren Mahlzeiten pro Tag. Welpen brauchen deutlich häufiger Futter: Anfangs (bis ca. 6 Monate) sind drei bis vier Mahlzeiten täglich üblich, da ihr Magen noch klein ist und sie über den Tag verteilt Energie benötigen. Wichtig ist, die Fütterungszeiten möglichst regelmäßig einzuhalten, Hunde lieben Routine. So lernen sie, wann es Futter gibt, und ihr Verdauungstrakt kann sich darauf einstellen. Achte darauf, die empfohlene Tagesration (laut Futterhersteller oder Tierarzt) auf diese Mahlzeiten aufzuteilen, um Überfütterung zu vermeiden. Frisches Wasser sollte natürlich jederzeit zur Verfügung stehen.
Bei der Fellpflege gilt meist: weniger ist mehr. Im Allgemeinen reicht es, einen Hund nur alle paar Monate zu baden. Häufiges Shampoonieren kann die natürliche Fettschicht der Hundehaut angreifen und zu Hautproblemen führen. Natürlich gibt es Ausnahmen: Wenn dein Hund sich ausgiebig im Dreck oder in etwas Übelriechendem gewälzt hat, kommst du um ein Bad nicht herum. Welpen sollte man in den ersten Monaten möglichst gar nicht baden, um ihre Hautbarriere nicht zu stören, hier reicht abwischen mit einem feuchten Tuch bei Bedarf. Beim Baden selbst verwende spezielle Hundeshampoos, da diese auf den pH-Wert der Hundehaut abgestimmt sind. Normales Menschenshampoo ist ungeeignet. Wichtig: Trockne deinen Hund nach dem Bad gut ab und lass ihn nicht nass in Zugluft, um Erkältungen vorzubeugen. Eine gute Alternative zum Vollbad ist übrigens regelmäßiges Bürsten, es hält das Fell sauber, entfernt lose Haare und Schmutz und fördert die Durchblutung der Haut.

Viele Hunde knabbern draußen ab und zu an Grasbüscheln, was Halter zunächst verwundert. Tatsächlich wird das Grasfressen bei Hunden als normales Verhalten angesehen. Es gibt verschiedene Theorien, warum Hunde Gras fressen: Einige Experten vermuten, dass Hunde damit ihre Verdauung regulieren möchten. Gras könnte helfen, Magenbeschwerden zu lindern oder Erbrechen auszulösen, wenn dem Hund übel ist. Andere glauben, Hunde nehmen über Gras Ballaststoffe oder Nährstoffe auf, die im Futter fehlen. Solange dein Hund nur gelegentlich und in kleinen Mengen Gras frisst und keine Anzeichen von Unwohlsein zeigt, ist das meist kein Grund zur Sorge. Achte aber darauf, dass das Gras nicht mit Pestiziden oder Dünger belastet ist. Achtung: Frisst dein Hund plötzlich große Mengen Gras und erbricht häufig, oder knabbert er an unbekannten Pflanzen, die giftig sein könnten, solltest du sicherheitshalber den Tierarzt kontaktieren.
Hunde sind soziale Tiere und bleiben ungern lange allein. Als grobe Faustregel sollten erwachsene Hunde nicht länger als etwa 4–6 Stunden alleine zuhause bleiben. Viele Experten empfehlen sogar, sechs Stunden als Maximum anzusehen. Hunde müssen sich spätestens nach einigen Stunden lösen (Stichwort: Gassi gehen) und leiden oft unter Trennungsstress, wenn sie zu lange ohne Bezugsperson sind. Ein gut trainierter, erwachsener Hund kann es zwar mal schaffen, einen Arbeitshalbtag alleine zu bleiben, doch optimal ist das nicht täglich. Welpen und junge Hunde sollte man anfangs nur wenige Minuten bis maximal 1–2 Stunden allein lassen und langsam daran gewöhnen, da sie noch viel Aufmerksamkeit brauchen und kein Zeitgefühl haben. Wenn du berufstätig bist, organisiere eine Betreuung (Familie, Hundesitter oder Hundetagesstätte), damit dein Hund zwischendurch Gesellschaft, Bewegung und Lösungsmöglichkeiten bekommt. Achte auf Anzeichen von Trennungsangst, wie Jaulen, Bellen oder Zerstören von Gegenständen, und trainiere das Alleinbleiben schrittweise. Jeder Hund ist anders, manche verkraften das Alleinsein besser, andere schlechter. Im Zweifel plane lieber mehr Betreuung ein, denn lange Einsamkeit kann bei Hunden zu Verhaltensproblemen und großem Stress führen.
Bellen ist eine natürliche Ausdrucksform des Hundes. Hunde kommunizieren damit verschiedene Dinge wie Aufregung, Warnung oder Wunsch nach Aufmerksamkeit. Wenn ein Hund jedoch für dein Empfinden ständig oder übermäßig bellt, lohnt es sich, die Ursache zu erforschen. Häufige Gründe für dauerhaftes Bellen sind:
Je nach Ursache solltest du unterschiedlich vorgehen. Wichtig ist, Geduld und Konsequenz: Belohne ruhiges Verhalten und beachte den Hund nicht, wenn er aus Langeweile oder fordernd bellt (damit sich dieses Verhalten nicht lohnt). Bei territorialem Bellen kannst du trainieren, dass der Hund auf Signal ruhig ist, wenn es z.B. an der Tür klingelt, und ihm beibringen, dass du die Situation regelst. Sorge für ausreichend Auslastung (körperlich und mental), damit dein Hund zufrieden und müde ist – ein ausgelasteter Hund bellt seltener vor Langeweile. Wenn Ängste der Grund sind, arbeite an der Sozialisierung und Desensibilisierung deines Hundes in kleinen Schritten und erwäge die Hilfe eines Hundetrainers. Beachte: Ein gewisses Maß an Bellen ist normal und rasseabhängig (ein Beagle z.B. „spricht“ viel). Wird das Bellen aber zum Problem, hole dir professionelle Unterstützung, um deinem Hund und dir den Stress zu nehmen.

Kotfressen, fachsprachlich Koprophagie – kommt bei einigen Hunden vor und ist für uns Menschen ziemlich unangenehm. Es gibt mehrere mögliche Ursachen: Manche Hunde fressen Kot von anderen Tieren (z.B. Katzenkot) wegen bestimmter Geruchsstoffe oder schlicht, weil es „interessant“ riecht. Welpen probieren in der Erkundungsphase vieles aus, auch Kot, lernen aber meist, dass es nicht zum üblichen Futter gehört. Eine andere Theorie ist, dass Nährstoffmangel oder Verdauungsprobleme dazu führen können, der Hund versucht eventuell, fehlende Enzyme oder Bakterien aufzunehmen. Häufig steckt aber Verhaltensgründe dahinter: Ein Hund, der z.B. bestraft wurde, weil er in die Wohnung gemacht hat, könnte seinen eigenen Kot fressen, um „Beweismaterial“ zu beseitigen. Ebenso können Langeweile oder Stress Ursachen sein. Wichtig ist, gesundheitliche Gründe auszuschließen – ein Tierarztcheck kann klären, ob z.B. eine Parasiteninfektion oder Pankreas-Unterfunktion vorliegt, die zu Maldigestion und damit ungewöhnlichem Fressverhalten führt. Ansonsten hilft Training: Ruf deinen Hund sofort ab, wenn er draußen Kot aufnehmen will, und belohne ihn für’s Kommen. Entferne Hundehäufchen im eigenen Garten zügig, damit erst gar keine Versuchung entsteht. In hartnäckigen Fällen kann ein Maulkorb vorübergehend draußen verhindern, dass der Hund Unrat frisst. Die gute Nachricht: Viele Hunde legen das Kotfressen mit zunehmendem Alter ab, vor allem wenn keine medizinische Ursache vorliegt und sie ausreichend Beschäftigung und Erziehung bekommen.
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