Katzen sind eigenwillige, faszinierende Haustiere – und werfen bei ihren Haltern viele Fragen auf. Hier findest du die meistgestellten Fragen rund um Katzenhaltung, Pflege, Gesundheit und Verhalten – verständlich beantwortet. Diese Tipps helfen dir dabei, deine Katze besser zu verstehen und ihr ein glückliches, gesundes Leben zu ermöglichen.

Hauskatzen haben eine relativ hohe Lebenserwartung. Durchschnittlich werden Katzen etwa 12–15 Jahre alt, viele Stubentiger erreichen sogar 18 oder 20 Jahre oder mehr. Die Lebenserwartung kann je nach Rasse, Haltung und Gesundheitsversorgung variieren: Freigänger haben tendenziell ein etwas höheres Risiko im Alltag (Straßenverkehr, Revierkämpfe etc.), während Wohnungskatzen oft sicherer leben und manchmal länger leben. Einige Rassen (z.B. Siamkatzen) werden häufig sehr alt. Entscheidend ist jedoch die individuelle Gesundheit: Mit guter Pflege, hochwertigem Futter und regelmäßigen Tierarztbesuchen kann man die Chancen erhöhen, dass die eigene Katze ein hohes Alter glücklich und fit erreicht. Es gibt sogar dokumentierte Fälle von Katzen über 30 Jahren, solche Methusalems sind aber die Ausnahme. Im Schnitt kannst du bei guter Versorgung mit 15 Jahren rechnen, und alles darüber ist ein schöner Bonus mit deiner geliebten Samtpfote.

Katzen sind echte Schlafweltmeister. Ein erwachsene Katze schläft oder döst etwa 12 bis 16 Stunden täglich, Kätzchen und Senioren oft sogar noch mehr. Das Schlafbedürfnis der Katze verteilt sich über den ganzen Tag – Katzen halten viele Nickerchen (sogenannte „cat naps“). Sie sind dämmerungsaktiv, was bedeutet, dass sie besonders in der Dämmerung (morgens und abends) munter sind und mittags oder nachts viel schlummern. Dieses viele Schlafen ist völlig normal und wichtig für die Regeneration. Wenn deine Katze also den Großteil des Tages verschläft, brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Sorge aber dafür, dass sie gemütliche Schlafplätze hat: Katzen lieben kuschelige, geschützte Orte, gerne auch etwas erhöht (z.B. ein Platz auf dem Schrank oder ein Katzenkorb auf der Fensterbank). Beachte: Änderungen im Schlafverhalten können auf Probleme hindeuten, schläft deine Katze plötzlich deutlich mehr und wirkt lethargisch oder frisst nicht, könnte sie krank sein. Dann ziehe lieber den Tierarzt zurate. Ansonsten gilt: Lass deine Katze ruhen, in ihren Träumen verarbeitet sie die Abenteuer des Katzenalltags!
Das Schnurren einer Katze ist eines der charakteristischsten Geräusche und hat mehrere Bedeutungen. Oft schnurren Katzen, wenn sie sich wohlfühlen und entspannt sind, zum Beispiel beim Kuscheln mit ihrem Menschen oder wenn man sie streichelt. Schnurren drückt dann Zufriedenheit und Verbundenheit aus. Doch Schnurren kann auch in anderen Situationen auftreten: Katzen schnurren mitunter, um sich selbst zu beruhigen oder Stress abzubauen, etwa wenn sie verletzt oder ängstlich sind. Das tiefe Brummen wirkt nämlich auch beruhigend auf die Katze selbst. Sogar beim Gebären schnurren Katzenmütter oft, vermutlich um sich zu entspannen und die Geburtsschmerzen erträglicher zu machen. Interessant ist, dass das Schnurren mit einer Frequenz von etwa 25 Hertz sogar heilungsfördernd wirken kann, man vermutet, dass es beim Knochenwachstum und bei der Wundheilung hilft. Neben Wohlbehagen oder Selbstberuhigung „kommunizieren“ Katzen übers Schnurren auch mit uns: Ein sanftes Schnurren kann auch eine Bitte um Aufmerksamkeit oder Futter sein (viele Katzen schnurren z.B., wenn sie morgens ihr Frühstück einfordern – quasi als höfliche Aufforderung). Insgesamt ist Schnurren meist ein positives Zeichen. Wenn deine Katze in deiner Gegenwart schnurrt, kannst du dich geehrt fühlen, sie fühlt sich offenbar sicher bei dir. Beachte aber Körperhaltung und Kontext: Ein angespannt geduckter Körper und schnurren kann auch Schmerz anzeigen. In den meisten Fällen aber gilt: Eine schnurrende Katze ist eine zufriedene Katze.

Es gibt Lebensmittel, die für Katzen giftig oder unverträglich sind. Als Katzenhalter solltest du genau wissen, was keinesfalls in den Napf oder in Reichweite der Katze gelangen darf. Hier sind einige Nahrungsmittel, die Katzen nicht fressen dürfen:
Zudem gibt es Pflanzen, die giftig sind (z.B. Lilien, die bei Katzen akutes Nierenversagen auslösen können). Auch Katzenmilch ist ein Mythos, viele erwachsene Katzen sind laktoseintolerant, normale Kuhmilch verursacht ihnen Durchfall. Besser sind spezielle laktosefreie Katzenmilchprodukte oder einfach Wasser. Generell gilt: Katzen sind strikte Fleischfresser (Obligate Karnivoren). Ihr Stoffwechsel ist nicht darauf ausgelegt, bestimmte pflanzliche oder menschliche Nahrungsmittel zu verarbeiten. Im Zweifel füttere nur Futter, das ausdrücklich für Katzen geeignet ist. So gehst du sicher, dass deine Fellnase nichts Gefährliches zu sich nimmt. Wenn deine Katze mal etwas Unbekömmliches nascht und Anzeichen von Vergiftung zeigt (Erbrechen, Zittern, Atemnot etc.), zögere nicht und kontaktiere sofort den Tierarzt.
Die meisten erwachsenen Katzen kommen mit zwei bis drei Mahlzeiten am Tag gut zurecht. Du könntest deiner Katze zum Beispiel morgens und abends Futter geben – einige Katzen bevorzugen zusätzlich mittags einen kleinen Snack. Wichtig ist eher die Gesamtmenge pro 24 Stunden: Orientiere dich an den Fütterungsempfehlungen auf dem Katzenfutter und passe sie an Alter, Aktivität und Gewicht deiner Katze an. Kitten und junge Katzen (bis ca. 6 Monate) sollten häufiger gefüttert werden, etwa 4 Mahlzeiten täglich, da ihr Energiebedarf hoch ist und sie mit kleinen Mägen nur kleine Portionen auf einmal fressen können. Ab dem Alter von etwa 6 Monaten kann man auf 3 Mahlzeiten reduzieren, erwachsene dann auf 2. Manche Katzen sind allerdings Gewohnheitstiere und betteln zu ihren gewohnten Zeiten. Hier kann ein Futterautomat hilfreich sein, um über den Tag Portionen bereitzustellen, besonders wenn man berufstätig ist. Achte darauf, regelmäßige Futterzeiten einzuhalten, Katzen mögen Routine. Und: Immer frisches Wasser bereitstellen! Falls deine Katze eher schlingt und alles auf einmal futtert, können kleinere, dafür häufigere Portionen sinnvoll sein, um Erbrechen vorzubeugen. Insgesamt gilt: 2 Mahlzeiten (morgens/abends) sind ein gängiges Minimum; viele Halter fahren mit 3 Portionen (morgens, nachmittags, abends) sehr gut, um ihre Katze zufrieden zu stellen. Beobachte deine Katze, ist sie agil, hält ihr Gewicht und bettelt nicht übermäßig, hast du einen guten Fütterungsrhythmus gefunden.
Katzen übergeben sich immer wieder mal, das kann verschiedene Gründe haben und ist nicht automatisch ein Alarmsignal. Häufigste Ursache sind Haarballen: Beim Putzen schluckt die Katze viele Haare, die sich im Magen sammeln. Diese Hairballs würgt die Katze dann hin und wieder hervor, das ist normal und sogar wichtig, damit sich keine Haare im Magen-Darm-Trakt ansammeln. Du erkennst Haarballen am länglichen, haarigen Auswurf. Neben Haarballen kann falsche Ernährung schuld sein: Unverträgliches Futter oder hastiges Schlingen führen zu Erbrechen. Manche Katzen erbrechen auch, wenn sie zu viel zu schnell fressen – hier helfen Anti-Schling-Näpfe oder kleinere Portionen. Krankheiten können ebenfalls dahinterstecken: Entzündungen im Magen (Gastritis), Parasiten, ein Darmverschluss, Nierenprobleme oder Schilddrüsenüberfunktion äußern sich z.B. durch häufiges Erbrechen. Wenn deine Katze öfter als einmal pro Woche erbricht oder andere Symptome (Durchfall, Appetitlosigkeit, Apathie) dazu kommen, sollte ein Tierarzt abklären, ob etwas Ernsteres vorliegt. Ein einzelnes Erbrechen alle paar Wochen hingegen – insbesondere wenn es nur aus Speiseresten oder Haarballen besteht – ist meist unbedenklich. Beobachte auch, was erbrochen wird: Klarschaumiges Erbrochenes kann auf leerem Magen passieren, gelbliche Flüssigkeit auf Galle (evtl. zu lange Nüchternphasen), während Futterbrocken für Schlingen sprechen. Tipp: Regelmäßiges Bürsten reduziert Haarballen. Und sorge dafür, dass deine Katze kein Gras frisst, das gespritzt ist – aber Katzen fressen gern Katzengras zur Verdauung, was ok ist. Wenn deine Katze chronisch erbricht, ist immer ein Tierarzt gefragt. Sonst gilt: Gelegentliches Hochwürgen von Haaren oder Gras liegt in der Natur der Katze.

Auch Katzen sollten – genau wie Hunde, bestimmte Schutzimpfungen erhalten, um vor gefährlichen Krankheiten geschützt zu sein. Zu den wichtigsten Impfungen für Katzen zählen:
Kätzchen erhalten die erste Impfungen meist ab der 8.–9. Lebenswoche (Katzenseuche und -schnupfen), eine zweite Runde etwa 3–4 Wochen später, ggf. plus Tollwut. Danach folgen jährliche Auffrischungen für Katzenschnupfen und Leukose, Katzenseuche und Tollwut etwa alle 2–3 Jahre (je nach Impfstoff und Risiko). Sprich mit deinem Tierarzt einen individuellen Impfplan ab, vor allem wenn deine Katze Freigänger ist. Impfschutz ist wichtig: Auch reine Wohnungskatzen können sich z.B. Katzenschnupfen einfangen (Erreger können an Kleidung/Schuhen haften). Die Impfungen sind gut verträglich – die Vorteile überwiegen deutlich, denn die genannten Krankheiten sind schwerwiegend. Eine Grundimmunisierung im ersten Lebensjahr und regelmäßige Booster halten deine Katze gesund und schützen sie vor vermeidbarem Leid.
Miauen ist die Art der Katze, mit uns Menschen zu „reden“. Interessanterweise kommunizieren erwachsene Katzen untereinander kaum über Miauen – dieses Laut geben sie hauptsächlich für uns Zweibeiner. Wenn deine Katze also miaut, möchte sie etwas mitteilen. Häufigste Gründe: Hunger oder Betteln, viele Katzen miauen zur Fütterungszeit lautstark, um dich zu erinnern, dass der Napf leer ist. Begrüßung – ein kurzes „Miau“, wenn du nach Hause kommst, heißt so viel wie „Hallo, schön dich zu sehen!“. Aufmerksamkeit oder Langeweilee, manche Katzen miauen, weil sie spielen oder gestreichelt werden wollen. Auch Stress oder Unbehagen kann Miau-Laute auslösen, etwa wenn die Katze ins Schlafzimmer will und die Tür zu ist (Katzen hassen geschlossene Türen!). Im Gegensatz zum Schnurren, das meist Wohlbehagen signalisiert, kann ausdauerndes, klagendes Miauen auch auf Schmerz oder Krankheit hindeuten – z.B. Katzen mit Schilddrüsenüberfunktion oder Demenz miauen oft ungewöhnlich viel. Junge, unkastrierte Katzen (rollige Kätzinnen oder potente Kater) miauen bzw. jaulen sehr laut in der Paarungszeit. Als Halter lernt man mit der Zeit, die verschiedenen Miau-Töne zu unterscheiden: Ein forderndes, langgezogenes „Miauuu“ bedeutet etwas anderes als ein kurzes fragendes „Mräp?“. Wichtig ist, auf die Situation zu achten: Wenn deine Katze morgens vor dem Schlafzimmer miaut, will sie wohl rein oder Frühstück. Miaut sie vor dem geschlossenen Schrank, ist sie neugierig. Tipp: Geh auf sinnvolle Wünsche deiner Katze ein (Futter, Klo sauber machen, spielen), aber bestärke kein nerviges Dauerbetteln. Und: Miaut die Katze plötzlich sehr viel mehr als früher ohne erkennbaren Grund, lass vorsichtshalber den Tierarzt schauen, vielleicht hat sie Schmerzen oder fühlt sich unwohl. Im Normalfall aber gilt: Unsere Katzen „unterhalten“ sich gerne mit uns und wer kann diesem charmanten Stimmchen schon widerstehen?

Katzen sind von Natur aus reinliche Tiere und meist erstaunlich leicht stubenrein zu bekommen. Kätzchen lernen die Benutzung der Katzentoilette oft schon von ihrer Mutter. Wenn du ein junges Kätzchen ins Haus bekommst, stelle von Anfang an ein Katzenklo an einen ruhigen, gut zugänglichen Ort. Setze die kleine Katze nach dem Fressen oder Schlafen mal ins Klo, damit sie weiß, wo es ist. In der Regel begreifen Katzen das sehr schnell. Wichtig ist, dass das Katzenklo sauber ist, Katzen meiden verschmutzte Toiletten. Reinige die Klumpen täglich. Falls deine Katze das Klo nicht benutzt, überprüfe die Ursachen: Ist das Klo am falschen Platz (zu laut, zu nah am Futterplatz)? Gefällt ihr die Streu nicht (manche Katzen hassen parfümierte Streu oder bevorzugen feinere/grobkörnigere)? Ist die Toilette zu klein oder schwer zugänglich? Pro Katze sollte man idealerweise eine Toilette plus eine extra haben (bei einer Katze also zwei Klos in der Wohnung), vor allem in mehrstöckigen Wohnungen oder bei mehreren Katzen. Wenn dennoch mal ein Malheur passiert, schimpfe die Katze nicht – das würde sie nur verunsichern. Stattdessen: Unfälle kommentarlos wegputzen (am besten mit geruchsneutralisierendem Reiniger) und weiter positiv die Toilettennutzung fördern. Lobe deine Katze, wenn sie ins Klo gemacht hat, ruhig mit sanfter Stimme oder einem Streicheln. Sehr selten weigern sich Katzen hartnäckig, dann kann auch ein gesundheitliches Problem (Blasenentzündung, Durchfall) dahinterstecken, das dazu führt, dass die Katze das Klo mit Schmerzen verbindet. In so einem Fall oder bei Unsauberkeit aus Protest (z.B. wegen Stress oder Reviermarkierung) hilft der Tierarzt oder ein Katzenverhaltensberater weiter. Im Normalfall aber werden Katzen quasi von selbst stubenrein, solange man ihnen ein sauberes Klo am richtigen Ort anbietet.
Kratzen gehört zum natürlichen Verhalten jeder Katze. Durch das Krallenwetzen halten Katzen ihre Krallen scharf und markieren ihr Revier – sowohl visuell (Kratzspuren) als auch durch Duftdrüsen an den Pfoten. Wenn deine Katze an Möbeln oder Tapeten kratzt, stellt sie nicht etwa Absicht gegen dich, sondern folgt ihren Instinkten. Um dein Mobiliar zu schützen, ist es wichtig, der Katze erlaubte Kratzmöglichkeiten zu bieten: ein stabiler Kratzbaum, Kratzbretter an den Wänden oder spezielle Kratzmöbel. Zeige deiner Katze aktiv, dass sie diese benutzen soll. Platziere den Kratzbaum an attraktiven Stellen (z.B. nahe dem Fenster oder Lieblingsplatz der Katze). Lob sie, wenn sie den Baum benutzt. Warum aber ziehen Sofas & Co. an? Oft, weil sie an markanten Stellen stehen. Katzen kratzen bevorzugt dort, wo es für sie sinnvoll ist, Revier zu markieren – z.B. am Sofa im Wohnzimmer, wo viel „Verkehr“ ist. Decke in der Trainingsphase eventuell empfindliche Möbel mit einem Überwurf ab oder verwende zeitweise doppelseitiges Klebeband an den kritischen Stellen, Katzen hassen das Gefühl an den Pfoten und bleiben fern. Gleichzeitig mache den Kratzbaum super attraktiv: Vielleicht mit Katzenminze besprühen oder am Anfang Leckerlis dort platzieren. Krallenpflege: Kontrolliere die Krallen deiner Wohnungskatze. Wenn sie sich wenig abnutzen, kann man sie mit einem Krallenschneider etwas kürzen (lass dir das vom Tierarzt zeigen), damit die Katze weniger Drang hat, überall zu wetzen. Übrigens: Kratzmarkieren dient auch dem Stressabbau. Wenn die Katze sich unsicher fühlt (neue Wohnung, neues Haustier), kann vermehrtes Kratzen auftreten. Dann helfen zusätzliche Kratzgelegenheiten und Beruhigung (z.B. Feliway-Stecker). Mit konsequenter Lenkung auf erlaubte Kratzobjekte lernt deine Katze normalerweise schnell, wo sie ihre Maniküre erledigen darf – und dein Sofa bleibt verschont.
Katzen gelten als unabhängiger als Hunde, aber auch sie brauchen Gesellschaft und Aufmerksamkeit. Grundsätzlich kann eine erwachsene, gesunde Katze durchaus einige Stunden alleine zuhause bleiben – viele kommen mit einer normalen Arbeitstags-Abwesenheit (8 Stunden) zurecht. Wichtig ist jedoch, dass gewisse Vorkehrungen getroffen sind: Die Katze sollte genügend Futter und frisches Wasser haben (bei längerer Abwesenheit ggf. Futterautomat nutzen), sowie eine saubere Toilette. Viele Wohnungskatzen verschlafen ohnehin den Großteil des Tages, wenn niemand da ist. Dennoch: Länger als einen normalen Arbeitstag (max. 8–10 Stunden) sollte eine einzelne Katze nicht regelmäßig allein sein, da sonst Langeweile und Vereinsamung drohen. Katzen sind soziale Wesen, auch wenn sie keinen „Rudelzwang“ haben wie Hunde. Einzelkatzen ohne Freigang profitieren oft von einem Katzenkumpel, damit sie sich gegenseitig Gesellschaft leisten können. Über Nacht oder ein ganzes Wochenende allein zu sein, ist für eine Einzelkatze nicht schön – im Notfall geht mal eine Nacht, aber täglich allein gelassen zu werden, tut ihrer Psyche nicht gut. Wenn du also voll berufstätig bist, überleg, ob zwei Katzen eine Option sind (so haben sie Gesellschaft). Oder sorge für Beschäftigung: Lass z.B. das Radio leise laufen, biete Spielzeug an (Intelligenzspielzeuge, Fummelbretter mit Leckerli) und räume Gefahrenquellen weg. Im Urlaub sollte eine Katze mindestens einmal täglich von einer Katzenbetreuung besucht werden, besser zweimal (morgens/abends) – so wird sie versorgt und hat sozialen Kontakt. Fazit: Einige Stunden allein sind in Ordnung, aber kein Dauerkonzept. Jede Katze ist anders – manche kommen besser alleine klar, andere leiden schon nach kurzer Zeit. Achte auf Anzeichen von Stress wie Unsauberkeit oder Zerkratzen von Möbeln, das können Hinweise sein, dass deine Katze mehr Ansprache braucht.

Junge Kätzchen sind unwiderstehlich, doch man sollte sie nicht zu früh von der Mutter und den Wurfgeschwistern trennen. Die gängige Empfehlung von Tierärzten und Tierschutz lautet: Frühestens mit 12 Wochen (3 Monaten) sollte ein Katzenbaby in ein neues Zuhause ziehen. Besser sind oft sogar 14 oder 16 Wochen, insbesondere bei Rassekatzen, die vom Züchter abgegeben werden. Warum 12+ Wochen? In den ersten Lebenswochen lernen Kitten von der Mutter und Geschwistern alles Wichtige: Sozialverhalten, Beißhemmung, Katzenklo benutzen, Körperpflege und Koordination im Spiel. Werden sie zu früh getrennt (etwa mit 6–8 Wochen), fehlen ihnen wichtige Lektionen, diese Katzen zeigen später häufiger Verhaltensauffälligkeiten wie Beißen oder unsaubere Toilettengewohnheiten. Außerdem werden sie durch die Muttermilch immunologisch geschützt und bis zur 8. Woche mindestens gesäugt. Mit ca. 4 Wochen beginnen Kitten zwar feste Nahrung zu knabbern, aber die Mutter säugt oft bis zur 10.–12. Woche teilweise weiter. Auch die Erstimpfungen (Schnupfen/Seuche) erfolgen um die 8. und 12. Woche, d.h. ein verantwortungsvoller Abgeber wartet diese Termine ab, damit die Kleinen schon geimpft sind. Natürlich gibt es mal Notfälle (Findelkätzchen), die früher vermittelt werden müssen – dann sollte aber idealerweise ein etwa gleichaltriges Kätzchen als Gesellschaft vorhanden sein. Wichtig: Wenn du ein Katzenbaby adoptierst, plane viel Zeit in den ersten Tagen/Wochen ein, um die Mutter so gut es geht zu ersetzen in Sachen Wärme, Spiel und Erziehung. Und überlege, ob du nicht zwei Geschwisterchen nimmst, die Eingewöhnung fällt dann oft leichter. Mit 12 Wochen sind Kitten in der Regel stubenrein, futterfest und sozial ausreichend entwickelt, um den Umzug gut zu verkraften. Verantwortungsvolle Züchter oder Tierheime halten sich an diese Altersgrenze.
Wer schon länger eine Katze hat, kennt das Phänomen: Kaum steht ein Pappkarton herum, sitzt die Katze darin – egal ob der Karton zu klein erscheint oder gerade ein neues Hightech-Katzenbett daneben steht. Katzen haben eine echte Vorliebe für Kartons, Kisten oder sogar einfache Einkaufskörbe. Warum ist das so? Zum einen bieten Kartons Katzen ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. In freier Wildbahn suchen sich Katzen gern enge Verstecke, wo sie von drei Seiten geschützt sind – ein Karton imitiert genau das. Er ist ein perfekter Rückzugsort, an dem man ungesehen lauern oder ausruhen kann. Zum anderen isoliert Pappe gut: Ein Karton ist gemütlich warm, was Katzen lieben (die Wohlfühltemperatur von Katzen liegt höher als unsere, rund 30°C mögen sie gern). Außerdem sind Kartons einfach spannend: Das Rascheln der Pappe, neue Gerüche (vor allem, wenn ein Paket frisch reingekommen ist), all das weckt die Neugier. Für Wohnungskatzen bringen Kartons Abwechslung in die Umgebung – sie können darin spielen, kratzen, sich verstecken. Es gibt auch die Theorie, dass das Einklemmen in enge Räume Stress reduziert, Studien haben gezeigt, dass Katzen, die Rückzugsmöglichkeiten wie Kisten haben, entspannter sind und sich schneller eingewöhnen. Daher: Erlaube deiner Katze ruhig den Spaß! Gib ihr mal verschiedene Kartons (ohne Klebeband-Reste) zum Austoben. Du kannst Löcher reinschneiden, mehrere Kartons verbinden – ein günstiger Spielplatz! Achte nur darauf, dass keine Klammern o.Ä. dran sind, an denen sie sich verletzen könnte. Und sei nicht beleidigt, wenn die Katze das teure Katzenbett ignoriert und daneben im alten Schuhkarton pennt – Katzen haben eben ihren eigenen Kopf, und Kartons stehen ganz oben auf ihrer Favoritenliste.
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Bei der Auswahl einer Hunderasse, auch beim Adoptieren, ist es wichtig, ihre Eigenschaften und Bedürfnisse zu verstehen. Verschiedene Rassen haben einzigartige Merkmale, Verhaltensweisen und Anforderungen, die mehr oder weniger gut zu deinem Lebensstil passen können. Hier ist ein Überblick über einige beliebte Rassen sowie Tipps für zukünftige Hundebesitzer, basierend auf Erkenntnissen der Dogo-Website.

Wenn Sie einen Hund oder eine Katze aus dem Tierschutzverein adoptieren möchten, ist es entscheidend, die richtigen Fragen zu stellen, um sicherzustellen, dass Sie und das Tier gut zueinander passen. Diese Fragen helfen Ihnen, die Vorgeschichte, den Gesundheitszustand, das Verhalten und die spezifischen Bedürfnisse des Tieres zu verstehen. Eine gründliche Vorbereitung und offene Kommunikation mit dem Tierschutzverein legen den Grundstein für ein glückliches Zusammenleben.