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Frühjahrskätzchen: Warum jetzt Handeln zählt

Jedes Jahr, wenn die Tage länger werden, beginnt in deutschen Tierheimen eine der schwierigsten Phasen des Jahres. Die sogenannte „Kätzchensaison" bringt eine Welle neugeborener Kitten in die Unterkünfte – viele davon krank, unterernährt oder ganz allein auf der Straße geboren.

Der Deutsche Tierschutzbund, macht in diesem Frühjahr erneut auf eine bittere Realität aufmerksam: Straßenkatzen bringen ihre Jungen unter freiem Himmel zur Welt, weit weg von menschlicher Fürsorge. Die Überlebenschancen dieser Kitten sind erschreckend gering. Laut Tierschutzbund sind 99 Prozent der auf der Straße geborenen Jungtiere krank – fast 70 Prozent sogar schwer erkrankt. Katzenschnupfen, Parasiten, Unterernährung: Ohne Hilfe haben die meisten kaum eine Chance.

Die Wurzel des Problems liegt bei unkastrier­ten Freigängerkatzen aus Privathaushalten. Aus ihnen gehen – Generation für Generation – die Millionen Straßenkatzen hervor, die Deutschland heute bevölkern. Der Deutsche Tierschutzbund fordert deshalb seit Jahren eine bundesweite Kastrationspflicht für Freigängerkatzen. Bislang ohne Erfolg.

Während die Politik wartet, handeln die Tierheime. Hunderte Einrichtungen – viele davon Balu-Partner – nehmen jedes Jahr Kitten auf, päppeln sie auf und geben ihnen eine zweite Chance. Doch ihre Kapazitäten sind begrenzt.

Was du tun kannst: Die einfachste und wirkungsvollste Handlung ist Adoption. Wer ein Kätzchen aus dem Tierheim holt, schafft nicht nur diesem Tier eine Zukunft – sondern macht auch Platz für das nächste, das Hilfe braucht.